whale sinks ship

Wie endlose Hallen erscheinen mir die Gänge im Bauch des wal-großen Schiffes. Geräte und Instrumente jeden Jahrhunderts stehen mit ihren Besitzern zwischen den Wegen und beäugen ängstlich die Zeit. Alles wuselt und tummelt sich euphorisch und mit erwartungsvoller Ängstlichkeit. Man prüft sie auf Herz und Nieren, den Bogen, die Finger, die Kehle, die Verschmelzung der Noten zu Musik. Zwischen den Ameisenhaufen schrecken mit großen Augen die Meinigen hervor und umkreisen mich, bittend um Hilfe. SIe wollen sich nicht der Tortur ergeben und nach oben an die Freiheit gelangen…. dazu brauchen Sie jemanden, der hier nicht hingehört…den niemand sehen und kennen will – mich. Getroffen und noch immer blutend im Herzen durch diesen plötzlichen Schlag, erlöse ich dem Cello eine seiner Seiten und wühle mich durch das Gedränge bis hin zum vordersten Portal, streife mit sicherer Hand die Seite um den Hals der jungen kalten blonden Frau, drossle sie und erlöse sie mit einem Bruch. Die Meinigen brechen heraus und erklimmen die Treppen, ein Deck empor. Noch immer sind wir im inneren des Schiffes…sehen die Welt nun schon durch offene Fenster, wir riechen das Salz. Nicht genug. Niemals genug. Frei sein!

Die Wächterin dieser Räume ist sich ihrer Sache zu sicher, ich sehe sie leicht angelehnt an den hölzernen Rahmen eines offen stehenden Fensters, mit einem Glas Tee an den Lippen, während sie sich angeregt mit ihr unterhält…Galion. Ich werde schwach und fühle mich im inneren wie ein Kind, dass seiner Mutter das Leben nimmt um auf die Welt zu gelangen. Ich töte alles in mir und werfe mit einem Blick alle LIebe auf Galion und stoße beide hinaus aus dem Fenster. Die Pförtnerin fällt, der Weg ist frei, die Meinigen sicher. Galion hällt sich noch einen Moment am Rahmen des Fensters, sieht mir in die Augen und wirft mir in einem Blick all meine Liebe und die ihre zurück. Dann lässt sie sich fallen, stützt nieder ins Meer und erscheint aus den Wellen als Vogel, frei.

Ich sehe einen Hasen, der von hungrigen Augen verfolgt wird. Ich Schreie, Klatsche – treibe ihn fort…auch den Fuchs, – drehe mich mit schlagendem Herzen um in Richtung Heimat und blicke in die tollwütigen schwarzen Augen eines Wolfes, der nach meiner Kehle lächst und sich von mir nährt.

1 comment
  1. Annie said:

    …ver_rueckt moecht ich seyn. Verrückt wie Voegeleyn.

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